Der Digital-Omnibus on AI- Was hat sich geändert?

Der Digital-Omnibus on AI- Was hat sich geändert?

Inkrafttreten und Zielsetzung

Am 27. Juli 2026 ist der „Digital-Omnibus on AI“ EU-weit in Kraft getreten. Damit für bestimmte Regelungen und Fristen der KI-Verordnung (KI-VO) angepasst. Der Digital-Omnibus on AI, der am 19. November 2025 als Teil des digitalen Omnibuspakets vorgeschlagen wurde, soll gezielte Vereinfachungen der KI-VO unter Beibehaltung starker Garantien für die Sicherheit und die Grundrechte von Menschen bieten. Die Gesetzesänderungen sollen mitunter kleineren Unternehmen die Einhaltung der Vorschriften erleichtern. Dabei werden Fristen verlängert sowie Test- und Experimentiermöglichkeiten erweitert. Zugleich sollen hierdurch Unternehmen, die KI in Europa entwickeln und einsetzen, mehr Rechtsklarheit erhalten, so jedenfalls das Versprechen der EU- Kommission.

Einigung zum Digital- Omnibus on AI

Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben in den sogenannten Trilogverhandlungen zum Digital-Omnibus on AI einen Kompromiss erzielt und sich auf einen finalen Text der Anpassungen der KI-VO verständigt. Hinter dem Digital-Omnibus on AI standen unter anderem Verzögerungen im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Leitlinien und harmonisierten Normen, welche die Hochrisikopflichten konkretisieren sollten, sowie mit der Einrichtung nationaler Behörden.

Demgegenüber liegt ein Abschluss des Digital-Omnibus zum Datenrecht, der unter anderem „Vereinfachungen“ im Bereich der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder des Data Act mit sich bringen soll, noch in weiter Ferne.

Neuer Fahrplan für die KI-VO

Die KI-VO wird seit seinem Inkrafttreten schrittweise anwendbar. Durch den Digital-Omnibus on AI wurden einzelne Fristen jedoch angepasst. Insbesondere verschiebt sich der Geltungsbeginn der Vorgaben für sogenannte Hochrisiko-KI-Systeme. Unternehmen sollten ihre Umsetzungsplanung deshalb nicht allein an den ursprünglich vorgesehenen Stichtagen ausrichten.

Was ändert sich?

Der Digital- Omnibus on AI erfasst bereits bestehende Regelungen, etwa die Regelung zur KI-Kompetenz in Art. 4 sowie Art. 10 Abs. 5 der KI-Verordnung. Daneben enthält der Digital- Omnibus eine Erweiterung der Liste verbotener Praktiken. Diese wurde insbesondere im Rahmen des Verbots sogenannter Nudifier-Tools und der Erzeugung oder Manipulation von Material über sexuellen Missbrauch von Kindern (CSAM) ergänzt.

Neue Fristen für Hochrisiko-KI-Systeme

Wesentlich für die Gesetzesanpassung ist die Verschiebung des Geltungsbeginns der Vorschriften für Hochrisiko-KI-Systeme. Kapitel III Abschnitte 1, 2 und 3 der Verordnung über künstliche Intelligenz gelten für KI-Systeme, die gemäß Art. 6 Abs. 2 und Anhang III als hochriskant eingestuft sind, erst ab dem 2. Dezember 2027. Für KI-Systeme, die gemäß Art. 6 Abs. 1 und Anhang I als hochriskant eingestuft sind, gelten diese Vorschriften ab dem 2. August 2028. Ausgenommen bleibt Art. 6 Abs. 5 der KI-VO.

Bei KI-Systemen nach Art. 6 Abs. 1 KI-VO handelt es sich insbesondere um solche, die als Sicherheitsbauteil eines Produkts verwendet werden oder selbst ein Produkt darstellen und für die nach den einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union grundsätzlich eine Konformitätsbewertung durch Dritte vorgesehen ist.

Kennzeichnung synthetisch erzeugter Inhalte

Für Anbieter von KI-Systemen, einschließlich KI-Systemen mit allgemeinem Verwendungszweck, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen und vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, gilt eine Übergangsfrist. Sie müssen die Pflicht zur maschinenlesbaren Kennzeichnung nach Art. 50 Abs. 2 der KI-VO bis zum 2. Dezember 2026 erfüllen.

Maschinenprodukte und sektorspezifische Regulierung

Für Maschinenprodukte wird ein sektorspezifischer Ansatz gewählt. Die Verordnung (EU) 2023/1230 über Maschinenprodukte wird aus Anhang I Abschnitt A der KI-Verordnung in Abschnitt B verschoben. Damit werden die betroffenen KI-Systeme nicht vollständig aus dem Anwendungsbereich der KI-Verordnung ausgenommen. Zugleich soll die EU Kommission Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für KI-Systeme im Rahmen der Maschinenverordnung durch delegierte Rechtsakte ergänzen. Diese Rechtsakte sollen ab dem 2. August 2028 gelten.

Verarbeitung sensibler Daten zur Erkennung und Korrektur von Verzerrungen

Die bislang in Art. 10 Abs. 5 der KI-VO enthaltene Regelung Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), z.B. Gesundheitsdaten, wird aufgehoben und in den neuen Art. 4a KI-VO überführt. Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen dürfen solche Daten ausnahmsweise verarbeiten, soweit dies zur Erkennung und Korrektur von Verzerrungen unbedingt erforderlich ist.

Darüber hinaus können Anbieter und Betreiber anderer KI-Systeme und KI-Modelle sowie Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen solche Daten verarbeiten, sofern die Verzerrungen die Gesundheit oder Sicherheit beeinträchtigen, negative Auswirkungen auf Grundrechte haben oder zu unionsrechtlich verbotener Diskriminierung führen können. Voraussetzung ist jeweils, dass sämtliche in Art. 4a Abs. 1 genannten Schutzvorkehrungen eingehalten werden. Eine allgemeine Pflicht zur Bias-Erkennung wird dadurch nicht begründet.

Strenges Verbot von sog. „Nudifier“-Apps

Ab dem 02.12.2026 verbietet Art. 5 Abs. 1 Buchst. ba und bb KI-VO unter bestimmten Voraussetzungen das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme und die Verwendung von KI-Systemen zur Erzeugung oder Manipulation nicht einvernehmlich erstellten intimen Materials sowie von Material oder Darbietungen im Sinne der Richtlinie 2011/93/EU zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Bei nicht einvernehmlich erstelltem intimem Material sind insbesondere realistische Bild-, Video-, Ton- oder ähnliche Inhalte erfasst, die intime Körperteile einer bestimmbaren natürlichen Person darstellen oder eine bestimmbare Person bei eindeutig sexuellen Handlungen zeigen, ohne dass eine freiwillige, spezifische, aufgeklärte, eindeutige und ausdrückliche Einwilligung vorliegt.

Für Anbieter greift das Verbot bei Systemen, die hierzu bestimmt sind, oder wenn die Erzeugung bzw. Manipulation ein nach vernünftigem Ermessen absehbares und reproduzierbares Ergebnis ist und keine zumutbaren und angemessenen technischen Sicherheitsmaßnahmen sowie sonstigen Schutzvorkehrungen bestehen. Der Erwägungsgrund nennt hierfür beispielhaft Datenbereinigung, Ablehnungstraining, sichere Prompt-Gestaltung, Ausgabenkontrollen, Laufzeit-Leitplanken, und Inhaltsfilter.

KI-Kompetenz

Die Pflicht zur KI-Kompetenz wird nicht aufgehoben. Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und weiterer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit Betrieb und Nutzung von KI-Systemen befasst sind. Dabei sind unter anderem technische Kenntnisse, Erfahrung, Aus- und Fortbildung sowie der jeweilige Einsatzkontext zu berücksichtigen.

Ausdrücklich besteht jedoch keine Pflicht, für einzelne Personen ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz zu garantieren.

Erleichterungen für kleine Midcap-Unternehmen

Die KI-VO bekommt mit dem Digital-Omnibus on AI Definitionen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für kleine Midcap-Unternehmen (SMC, Small midcap comapanies) in Art. 3 Nr. 14a und 14b. Kleine Midcap-Unternehmen können Elemente der technischen Dokumentation für Hochrisiko-KI-Systeme gemäß Art. 11 Abs. 1 in vereinfachter Form bereitstellen; hierfür soll die Europäische Kommission ein vereinfachtes Formular erstellen.

Die Definitionen verweisen dabei für KMU auf Art. 2 des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG und für SMC auf Nr. 2 des Anhangs der Empfehlung (EU) 2025/1099.

KMU:

„Gemäß Empfehlung 2003/361 der Kommission sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) definiert als Unternehmen, deren Personalbestand und wirtschaftliches Gewicht bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten.

  • Ein mittleres Unternehmen hat bis zu 250 Mitarbeiter, einen Umsatz von bis zu 50 Mio. EUR oder eine Bilanzsumme von bis zu 43 Mio. EUR;
  • Ein kleines Unternehmen hat bis zu 50 Mitarbeiter und einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von bis zu 10 Mio. EUR;
  • Ein Kleinstunternehmen hat bis zu zehn Mitarbeiter und einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von bis zu 2 Mio. EUR.“

SMC:

„Die Kategorie der kleinen Unternehmen mittlerer Kapitalisierung (im Folgenden „kleine Midcap-Unternehmen“) setzt sich aus Unternehmen zusammen, die keine kleinen und mittleren Unternehmen nach der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission sind, die weniger als 750 Personen beschäftigen und die einen Jahresumsatz von höchstens 150 Mio. EUR erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 129 Mio. EUR beläuft.“

Außerdem muss die Umsetzung der Elemente des Qualitätsmanagementsystems gemäß Art. 17 Abs. 2 KI-VO in einem angemessenen Verhältnis zur Größe der Organisation stehen. Dies gilt ausdrücklich auch für kleine und mittlere Unternehmen, Start-up-Unternehmen und kleine Midcap-Unternehmen.

Die Fristen zur Umsetzung der KI-VO unter Berücksichtigung des Digital Omnibus on AI  

01.08.2024Inkrafttreten der KI-VODie Verordnung (EU) 2024/1689 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz, kurz KI-VO ist am 1. August 2024 in Kraft getreten. Sie gilt als Verordnung unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Die einzelnen Pflichten werden jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten anwendbar.  
02.02.2025Allgemeine Vorschriften, KI-Kompetenz und erste VerboteEs gelten die allgemeinen Vorschriften, insbesondere die Begriffsbestimmungen. Auch die Verbote bestimmter KI-Praktiken sind seit diesem Zeitpunkt anwendbar. Ebenfalls gilt seit diesem Zeitpunkt die Regelung zur KI-Kompetenz. Diese wurde durch den Digital-Omnibus on AI KI neu gefasst: Anbieter und Betreiber müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und weiterer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind. Ein bestimmtes Kompetenzniveau einzelner Personen muss jedoch nicht garantiert werden.  
02.08.2025Regeln für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck und GovernanceEs gelten die Pflichten für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck, also insbesondere für sogenannte General-Purpose-AI-Modelle. Diese betreffen u.a. die technische Dokumentation, Informationen für nachgelagerte Anbieter sowie die Einhaltung des Urheberrechts der EU. Für Modelle mit systemischem Risiko gelten zusätzliche Verpflichtungen. Bis dahin mussten die Mitgliedstaaten zudem nationale zuständige Behörden benennen und nationale Sanktionsregelungen erlassen. Auf Unionsebene waren die vorgesehenen Governance-Strukturen, insbesondere das Europäische Gremium für Künstliche Intelligenz, das wissenschaftliche Gremium und das Beratungsforum, einzurichten.  
02.08.2026Anwendung der meisten übrigen Vorschriften der KI-VOGrundsätzlich wurden die meisten verbleibenden Vorschriften anwendbar. Für Transparenzpflichten ist insbesondere Art. 50 KI-VO relevant. Danach müssen Anbieter und Betreiber in bestimmten Konstellationen offenlegen, dass Personen mit einem KI-System interagieren oder dass Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Für synthetische Inhalte gilt dabei eine besondere Übergangsregelung für bereits auf dem Markt befindliche Systeme.  
02.12.2026Neue Verbote und Übergangsfrist für synthetische InhalteEs gelten zwei weitere Verbote. Erfasst sind KI-Systeme, die nicht einvernehmlich erstelltes intimes Material erzeugen oder manipulieren können, sowie KI-Systeme zur Erzeugung oder Manipulation von Material über sexuellen Missbrauch von Kindern. Das Verbot betrifft nicht pauschal jedes technisch hierzu fähige System. Maßgeblich sind die näheren Voraussetzungen des Art. 5 KI-VO (Verbotene Praktiken), insbesondere die Zweckbestimmung des Systems oder ein nach vernünftigem Ermessen absehbares und reproduzierbares Ergebnis bei fehlenden angemessenen Schutzvorkehrungen. Auch endet hier die Übergangsfrist für bestimmte Anbieter von KI-Systemen, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen und bereits vor dem 02.08.2026 in Verkehr gebracht wurden. Sie müssen bis zu diesem Datum die Pflicht zur maschinenlesbaren Kennzeichnung nach Art. 50 Abs. 2 KI-VO erfüllen.  
02.08.2027KI-Reallabore in den MitgliedstaatenBis zu diesem Stichtag muss jeder Mitgliedstaat mindestens ein einsatzbereites KI-Reallabor eingerichtet haben. In diesen regulatorischen Testumgebungen sollen innovative KI-Systeme unter behördlicher Begleitung entwickelt, trainiert, getestet und validiert werden können, bevor sie in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden.  
02.12.2027Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III KI-VOEs gelten jetzt die Vorgaben des Kapitels III Abschnitte 1 bis 3 KI-VO für KI-Systeme, die nach Art. 6 Abs. 2 in Verbindung mit Anhang III als hochriskant eingestuft werden. Dies betrifft insbesondere bestimmte Systeme in Bereichen wie Biometrie, Bildung, Beschäftigung, Zugang zu wesentlichen privaten und öffentlichen Dienstleistungen, Strafverfolgung, Migration, Rechtspflege und demokratischen Prozessen. Betroffene Anbieter müssen dann insbesondere die Anforderungen an Risikomanagement, Datenqualität, technische Dokumentation, Protokollierung, Transparenz, menschliche Aufsicht, Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit erfüllen.  
02.08.2028Hochrisiko-KI-Systeme in regulierten ProduktenFür Hochrisiko-KI-Systeme nach Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang I gilt der spätere Stichtag 2. August 2028. Dabei handelt es sich insbesondere um KI-Systeme, die als Sicherheitsbauteil eines regulierten Produkts verwendet werden oder selbst ein solches Produkt darstellen. Voraussetzung ist, dass das Produkt unter die in Anhang I aufgeführten Harmonisierungsrechtsvorschriften der Europäischen Union fällt. Für Maschinenprodukte wurde zugleich ein sektorspezifischer Ansatz eingeführt. Die Maschinenverordnung wird von Anhang I Abschnitt A in Abschnitt B der KI-VO verschoben. Die betroffenen Systeme werden damit nicht vollständig ausgenommen, sondern unterliegen einem angepassten Zusammenspiel aus sektorspezifischer Regulierung und ausgewählten Vorschriften der KI-VO.  

Bei Fragen zu den Umsetzungspflichten der KI-Verordnung sprechen Sie uns gerne an.

Autorin

Sarah Tavcer ist Rechtsanwältin und seit einigen Jahren als externe Datenschutzbeauftragte und Datenschutzberaterin tätig. Außerdem ist die zertifizierte KI-Compliance-Beauftragte.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin! https://varyfy.de/kontakt/

KI-Transparenzpflichten – Klarheit oder Dschungel behördlicher Zuständigkeiten

KI-Transparenzpflichten

Mit unserem Beitrag Transparenzpflichten für KI vom 28.05.2026 hatten wir bereits auf die Kennzeichnungspflichten nach der Verordnung (EU) 2024/1689, dem AI Act, hingewiesen. Seit dem 2. August 2026 müssen Anbieter und Betreiber bestimmter KI-Systeme insbesondere die Transparenzpflichten aus Art. 50 AI Act beachten.

Aufsicht über KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck

Davon zu unterscheiden sind die Vorschriften für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (General Purpose AI -GPAI). Diese gelten bereits seit dem 2. August 2025. Die Europäische Kommission nimmt die Aufsicht über diese Modelle mit Unterstützung des Amts für künstliche Intelligenz (European AI-Office) wahr. GPAI-Modelle zeichnen sich durch erhebliche Allgemeinheit aus und können eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben kompetent erfüllen.

Die zuständigen nationalen Behörden setzen die Vorschriften für andere KI-Systeme durch. Der Europäische Datenschutzbeauftragte ist für KI-Systeme zuständig, die von den Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der EU eingesetzt werden verwendet werden.

Zuständigkeitsstruktur in Deutschland

In Deutschland ist am 29.07.2026 das „Gesetz zur Marktüberwachung und Innovationsförderung von künstlicher Intelligenz“ (KI-MIG) in Kraft getreten. Für Deutschland ergibt sich hiernach die folgende Struktur für die jeweils zuständige Aufsichtsbehörde:

  • Allgemeine Marktüberwachungsbehörde sowie zentrale Anlauf- und Beschwerdestelle ist die Bundesnetzagentur. Soweit keine besondere sektorale Zuständigkeit eingreift, überwacht sie die Einhaltung des AI Acts.
  • Bei KI-Systemen, die mit Produkten oder Sicherheitsbauteilen in Zusammenhang stehen, auf die die in Anhang I Abschnitt A des AI Acts genannten Harmonisierungsrechtsvorschriften anzuwenden sind, ist die jeweils nach dem Produktrecht zuständige Marktüberwachungsbehörde verantwortlich, z.B. gemäß  Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) oder  Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG).
  • Für KI-Systeme, die in direktem Zusammenhang mit einer regulierten Finanztätigkeit stehen und von beaufsichtigten Finanzunternehmen eingesetzt werden, ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zuständig.

Cybersicherheit und Tests unter Realbedingungen

  • Bei Verdachtsfällen einer Nichteinhaltung KI-spezifischer Cybersicherheitsanforderungen informiert die nach Art. 52 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2024/2847 zu benennende Marktüberwachungsbehörde die jeweils nach dem KI-MIG zuständige Marktüberwachungsbehörde. Übergangsweise nimmt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) diese Aufgabe wahr. Die zuständige Marktüberwachungsbehörde prüft anschließend, ob sie Maßnahmen ergreift.
  • Bei Tests von Hochrisiko-KI-Systemen unter Realbedingungen außerhalb eines KI-Reallabors ist ebenfalls die jeweils sachlich zuständige Marktüberwachungsbehörde zuständig. Sie prüft und genehmigt insbesondere den Testplan.

Datenschutzaufsicht und parallele Verfahren

Die Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder sind nach § 9 Abs. 4 Nr. 1 KI-MIG grundsätzlich als einzubeziehende „sonstige Behörden“ genannt. Sie werden dadurch nicht allgemein zu Marktüberwachungsbehörden nach dem AI Act. Bei datenschutzrelevanten KI-Anwendungen können sie jedoch weiterhin aufgrund ihrer eigenen Befugnisse tätig werden. Dadurch können neben einem KI-rechtlichen Marktüberwachungsverfahren auch datenschutzrechtliche Verfahren nach der Datenschutz-Grundverordnung entstehen. Die Kooperation nach § 9 KI-MIG soll widersprüchliche Aufsicht vermeiden, enthält aber keine ausdrückliche Sanktionskoordination. Bei parallelen Verfahren wird deshalb insbesondere der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und gegebenenfalls das Verbot der Doppelbestrafung aus Art. 50 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union zu beachten sein.

Offene Fragen für die Praxis

Abzuwarten bleib auch, ob die Zuständigkeitsstruktur in der Praxis zu unübersichtlichen Zuständigkeiten, divergierenden Auslegungen und Mehrfachbefassungen verschiedener Marktüberwachungsbehörden bei demselben KI-System führt.

Autor

Matthias Rosa ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht und schwerpunktmäßig im Datenschutz-, KI- und Datenrecht tätig.

KI-Kennzeichnungspflicht im Unternehmen

Transparenzpflichten für KI

Maschinen kommunizieren heute so menschenähnlich, dass viele Menschen nicht mehr erkennen können, ob sie mit einer Person oder einer KI sprechen. So gehören Chatbots, KI-Telefonassistenten, automatisch erstellte Texte – KI-Tools mittlerweile zu unserem Alltag.  Mit der Verordnung (EU) 2023/2854, dem AI Act, gellten nunmehr bestimmte Kennzeichnungspflichten für den Einsatz von KI in der gesamten EU. Wer künstliche Intelligenz einsetzt, muss transparent machen, wann Nutzer mit einer Maschine sprechen oder KI-Inhalte konsumieren.

Mit dem folgenden Beitrag soll ein Überblick über die wichtigsten Regelungen in diesem Zusammenhang dargestellt werden.

Warum sieht der AI Act überhaupt Transparenzpflichten vor?

Zur Beantwortung dieser Frage schauen wir uns zunächst ein aktuelles prominentes Beispiel an.

Betrüger erstellten gefälschte Videos, in denen ein KI-generierter Eckart von Hirschhausen für dubiose Gesundheitsprodukte warb. Viele Menschen fielen darauf herein. Der Arzt und Moderator sah sich selbst veranlasst, öffentlich vor dieser Geschäftspraxis zu warnen und ging in einer Sendung dem Ganzen selbst auf den Grund.[1]

Das Beispiel veranschaulicht, warum Transparenzpflichten sinnvoll sind. Durch die Kennzeichnung von KI-generierten oder manipulierten Inhalten sollen Nutzerinnen und Nutzer in die Lage versetzt werden, informierte Entscheidungen zu treffen. Sie sollen nicht Opfer gezielter Betrugsmaschen oder Desinformationskampagnen, z.B. bei Wahlen[2], werden.

Welche Transparenzpflichten gibt es überhaupt?

Der AI Act unterscheidet 5 zentrale Transparenzpflichten:

  • Direkte Interaktion zwischen KI mit Menschen: Die erste Transparenzpflicht betrifft digitale Telefonassistenten, Chatbots oder interaktive Software-Systeme. Erfasst wird grundsätzlich jedes KI-System, unabhängig von seiner Risikoklasse. Entscheidend ist allein die direkte Interaktion mit natürlichen Personen.
  • Erzeugung synthetischer Inhalte: Die zweite Kategorie umfasst KI-Systeme, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Text-Inhalte erzeugen. Dies betrifft auch generative KI-Systeme (Gen-AI) mit allgemeinem Verwendungszweck, wie sie heute in vielen Unternehmen zum Einsatz kommen.
  • Emotionserkennungssysteme und biometrische Kategorisierung: Die dritte Pflicht bezieht sich auf besonders sensible KI-Anwendungen. Solche Systeme dienen dem Zweck, Emotionen oder Absichten natürlicher Personen auf der Grundlage ihrer biometrischen Daten festzustellen oder daraus abzuleiten. Wenn Unternehmen solche Systeme einsetzen, müssen sie Nutzer klar und deutlich darüber informieren. Hinzu kommen an dieser Stelle auch die Informationspflichten gemäß der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die zusätzlich zu beachten sind.
  • Deep Fakes: Die vierte Kategorie betrifft sogenannte Deep Fakes. Hierbei handelt es sich um täuschend echt wirkende Medieninhalte, bei denen mithilfe künstlicher Intelligenz Gesichter, Stimmen oder Handlungen von Personen so verändert oder nachgebildet werden, dass diese Personen scheinbar Dinge sagen oder tun, die sie in Wirklichkeit nie gesagt oder getan haben. Der generierte Inhalt muss fälschlicherweise als echt oder wahr erscheinen und für die Öffentlichkeit bestimmt sein.
  • KI-generierte Texte zur Information der Öffentlichkeit: Die fünfte und letzte Transparenzpflicht bezieht sich auf KI-generierte Texte, die der öffentlichen Information dienen. Betroffen sind Texte zu politischen Ereignissen, Wahlen, Gesundheitskrisen, Umweltthemen oder wirtschaftlichen Entwicklungen

Wer ist verpflichtet?

Das Gesetz verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen. Die Transparenzpflichten für KI sind unterschiedlich verteilt.

Anbieter von KI-Systemen

Der Anbieter ist dabei derjenige, der das KI-System entwickelt oder entwickeln lässt und es unter seinem Namen oder seiner Marke auf den Markt bringt oder in Betrieb nimmt (z.B. Open AI, Google, Anthropic). Anbieter tragen die Verantwortung dafür, dass ihre KI-Systeme technisch so konzipiert und entwickelt werden, dass die Nutzer darüber informiert werden, dass sie es mit einem KI-System zu tun haben. Dies könnte beispielsweise durch eine entsprechende Kennzeichnung oder einen automatischen Hinweis auf der Nutzeroberfläche erfolgen.

Betreiber von KI-Systemen

Betreiber ist derjenige, der ein bereits existierendes KI-System tatsächlich nutzt – und zwar unter eigener Verantwortung (nicht nur privat, sondern beruflich/gewerblich). Beispiele sind etwa ein Unternehmen, das ChatGPT für Kundenservice nutzt, eine Marketingagentur, die mit Midjourney Werbebilder erstellt oder ein Verlag, der KI-Tools zur Texterstellung einsetzt.

Was müssen Anbieter und Betreiber tun?

Anbieterpflichten

Transparenzpflichten für KI, die die direkte Interaktion mit Menschen betrifft, treffen zunächst die Anbieter solcher KI-Systeme. Sie müssen dafür sorgen, dass diese so konzipiert und entwickelt werden, dass die Nutzer darüber informiert werden, dass sie es mit einem KI-System zu tun haben. Dies könnte beispielsweise durch eine entsprechende Kennzeichnung oder einen Hinweis auf der Nutzeroberfläche erfolgen.

Ausnahmen sind dann denkbar, wenn es jedem Nutzer offensichtlich ist, dass dieser es mit einem KI-System zu tun hat.

Anbieter sind auch bei der Erzeugung sogenannter synthetischer Inhalte in der Pflicht. So müssen alle Ausgaben in einem maschinenlesbaren Format gekennzeichnet sein, zum Beispiel in den Metadaten, damit erkannt werden kann, dass sie künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Ausnahmen bestehen dann, wenn das System lediglich eine Hilfsfunktion für die Standardredaktion erfüllt oder bei der Strafverfolgung eingesetzt wird.

Betreiberpflichten

Betreiber wiederum müssen sicherstellen, dass Nutzer klar und deutlich darüber informiert sind, wenn ein Emotionserkennungssystem sowie eine biometrische Kategorisierung zum Einsatz kommen. Es handelt sich um eine umfassende Transparenzpflicht. Hinzu kommen an dieser Stelle aber auch die Informationspflichten gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Ebenso treffen Betreiber entsprechende Kennzeichnungspflichten für Deep Fakes, etwa durch Texteinblendungen wie „KI-generiert“ oder „Dieser Inhalt wurde künstlich erstellt“. Ausnahmen gibt es auch hier bei der Strafverfolgung oder etwa bei Künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktionalen Inhalte, sofern die Garantien den Interessen und Grundrechten Dritter angemessen Rechnung tragen. Hier steht die Kunstfreiheit im Vordergrund.

Die Transparenzpflicht für Betreiber trifft auch bei Texten zu politischen Ereignissen, Wahlen, Gesundheitskrisen, Umweltthemen oder wirtschaftlichen Entwicklungen zu. Auch hier kann mit Hinweisen, wie z.B. „Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt“ oder „KI-generierter Inhalt“ gearbeitet werden.“

Allerdings besteht hier, ebenfalls wieder neben der Strafverfolgung dann eine Transparenzausnahme, wenn eine Nachrichtenredaktion KI zur Unterstützung bei der Erstellung von Artikelentwürfen einsetzt. Die Artikel müssen jedoch dabb von Journalisten überprüft, bearbeitet und freigegeben sein, bevor sie veröffentlicht werden.  

Allgemeine Pflichten

Egal, ob man als Betreiber oder Anbieter eines KI-Systems von den Transparenzpflichten betroffen ist, gelten immer diese Anforderungen:

Ab wann sind die Transparenzpflichten für KI verbindlich umzusetzen?

Auch wenn der AI Act bereits am 01. August 2024 in Kraft getreten ist, gelten die Transparenzpflichten ab dem 02.August 2026.

Was droht bei Verstößen?

Verstöße gegen die Transparenzpflichten können empfindliche Sanktionen nach sich ziehen. Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag höher ist – sind möglich. Unternehmen sollten daher ihre KI-Nutzung umgehend prüfen und geeignete Kennzeichnungslösungen implementieren.

Transparenz als Wettbewerbsvorteil nutzen

Der AI Act markiert einen Wendepunkt im Umgang mit Künstlicher Intelligenz in Europa. Transparenz ist dabei nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern kann auch ein echter Wettbewerbsvorteil sein. Unternehmen, die frühzeitig auf klare Kennzeichnung setzen, schaffen Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern. In einer Zeit, in der Desinformation und Manipulation durch KI zunehmen, wird Transparenz zu einem wertvollen Gut. Kunden schätzen es, wenn Unternehmen offen mit dem Einsatz von KI umgehen und ehrlich kommunizieren, wo Maschinen zum Einsatz kommen und wo Menschen arbeiten.

Zudem vermeiden Sie durch proaktive Compliance teure Bußgelder und langwierige Auseinandersetzungen mit Aufsichtsbehörden. Die Investition in eine rechtssichere Kennzeichnung zahlt sich also mehrfach aus – rechtlich, wirtschaftlich und im Hinblick auf Ihre Reputation.

Wie Sie jetzt vorgehen sollten?

Sie sind unsicher, ob Ihre KI-Anwendungen den neuen Anforderungen entsprechen? Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung. Wir prüfen Ihre Systeme, entwickeln eine maßgeschneiderte Compliance-Strategie und unterstützen Sie bei der rechtssicheren Implementierung.

Autorin

Sarah Tavcer ist Rechtsanwältin und seit einigen Jahren als externe Datenschutzbeauftragte und Datenschutzberaterin tätig. Außerdem ist die zertifizierte KI-Compliance-Beauftragte.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin! https://varyfy.de/kontakt/

LINK zu unserer Checkliste: Download


[1] https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2026/04/20260401_hirschhausen_deepfake_mafia.html

[2] https://www.deutschlandfunk.de/ki-wahlen-manipulation-kuenstliche-intelligenz-fake-news-deepfakes-100.html

Interview: Chatbot-Manipulation und das GEMA vs OpenAI Verfahren oder wie provoziere ich einen Chatbot?

Sarah: Warum sind diese Manipulationstechniken überhaupt erfolgreich?

Sascha: Large Language Models haben eine fundamentale Eigenschaft. Sie sind darauf trainiert, hilfreich zu sein und den Kontext des Nutzers zu berücksichtigen. Dies führt zu einem inhärenten Spannungsfeld. Kontextsensitivität ermöglicht einerseits relevante Antworten, birgt andererseits aber Missbrauchspotenzial durch Kontextänderung. Instruktionsbefolgung führt zu nützlicher Assistenz, kann aber auch zur Befolgung schädlicher Anweisungen führen. Und Rollenübernahme ermöglicht kreative Anwendungen, kann aber auch zur Umgehung von Sicherheitsregeln genutzt werden.


  1. vgl. https://arxiv.org/abs/2308.03825 ↩︎
  2. vgl. https://academy.openai.com/public/clubs/work-users-ynjqu/resources/custom-gpts ↩︎
  3. vgl. https://learn.microsoft.com/en-us/azure/ai-foundry/openai/concepts/advanced-prompt-engineering?view=foundry-classic ↩︎
  4. vgl. https://huggingface.co/blog/rlhf ↩︎
  5. vgl. https://learn.microsoft.com/de-de/azure/ai-services/content-safety/concepts/protected-material?tabs=text ↩︎
  6. vgl. https://learn.microsoft.com/en-us/azure/ai-foundry/responsible-ai/openai/customer-copyright-commitment?view=foundry-classic ↩︎


AUTOREN


Sarah Tavcer ist Rechtsanwältin und seit einigen Jahren als externe Datenschutzbeauftragte und Datenschutzberaterin tätig. Außerdem ist die zertifizierte KI-Compliance-Beauftragte.


Sascha Scheffler ist diplomierter Maschinenbauingenieur und Experte für digitale Transformation. Er ist zertifizierter Lean Administration Expert, hat einen Master in Business with AI (MBAI®) und ist derzeit in Ausbildung zum AI Integration Expert.

KI-Output = Urheberrechtsverletzung? GEMA vs. Open AI

In diesem Zusammenhang hatte die GEMA seit 2024 im Impressum ihrer Webseite einen Nutzungsvorbehalt zum sogenannten Text und Data Mining2, die automatisierte Analyse großer Mengen digitaler Daten, um Muster, Zusammenhänge und neue Erkenntnisse zu gewinnen, für die in ihrem Repertoire enthaltenen Werke aufgenommen.


  1. https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/landgericht/muenchen-1/presse/2025/11.php ↩︎
  2. vgl. § 44b UrhG ↩︎
  3. Vgl. § 14 UrhG ↩︎
  4. vgl. EuGH 05.03.2015, C-463/12 Rn. 35 – Copydan). ↩︎
  5. LG München I, Endurteil v. 11.11.2025 – 42 O 14139/24 Rn 183 ↩︎
  6. Vgl. § 44b UrhG ↩︎
  7. Vgl. § 60 d UrhG ↩︎
  8. LG München I, Endurteil v. 11.11.2025 – 42 O 14139/24 Rn 172 ↩︎
  9. Carlini et al. 2021, a.a.O., Anlage K 23.1, S. 2634: „[We] find that over 600 of [the examined samples] are verbatim samples from the [model]-2 training data (confirmed in collaboration with the creators of [model]-2) ↩︎
  10. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/openai-gema-songtexte-100.html ↩︎

Federated Learning

Neben der Zweckbindung ist im Rahmen der Verarbeitung personenbezogener Daten, deren Integrität und Vertraulichkeit zu gewährleisten. Die Datenverarbeitung muss daher unter anderem eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten gewährleisten, einschließlich Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung. Weiterhin ist der sogenannte Grundsatz der Datenminimierung zu beachten. Personenbezogene Daten müssen dem Zweck angemessen und erheblich sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein, d. h. es dürfen nur die Daten verarbeitet werden, zur Erreichung des zugrundliegenden Zwecks erforderlich sind.

Bei Interesse, Fragen und Austausch zu dem Thema oder wenn das für Ihr KI-Modell als Lösung interessant ist, kommen Sie gerne auf uns zu und melden sich hier.

  1. vgl. How much data from the public Internet is used for training LLMs? | by Michael Humor | GoPenAI ↩︎
  2. s. https://www.edps.europa.eu/system/files/2025-06/techdispatch_federated-learning_en.pdf ↩︎
  3. vgl. https://arxiv.org/abs/2103.07853 ↩︎

KI-KOMPETENZ

AI LITERACY – Eine Einführung in den Begriff und seine gesetzliche Verankerung im AI Act

  • Bereitstellung von Ressourcen (Personal, Infrastruktur, Technologie)
  • Sicherstellung der Kompetenz der Beschäftigten
  • Bewusstseinsbildung zur KI-Politik und individuellen Rollen

Ein Ansatz könnte in drei Kompetenzstufen liegen, bei denen zwischen Grundverständnis, fortgeschrittene Kenntnisse und toolspezifische Kompetenzen unterschieden wird.